Gedichte

Aus die Maus und du bist raus.

Der Wasserhahn tropft.
Dreh ihn schon zu.
Der Holzwurm klopft.
Oder ist das dein Schuh?
Es kommt schon bei mir.
Es geht immer schneller.
Wie ist es mit dir?
Der Tag wird nicht mehr heller.

Aus die Maus und du bist raus.

Das Telefon klingelt.
Ich geh heut nicht ran.
Egal wer da bimmelt.
Leckt mich doch alle am …
Immer wieder die alte Leier.
Augen zu und durch.
Am Horizont lauern schon die Geyer?
Ich erwarte sie ohne Furcht.

Aus die Maus und du bist raus?

Regentropfen trommeln auf das Dach.
Es klingt wie eine Sinfonie.
Könnt ich dichten, tät ich’s – ach!
Stattdessen schmerzt mir nur das Knie.
Woher kommt die Wärme?
Hier ist es doch kalt.
Bis in die Gedärme
Das Echo widerhallt.

Aus die Maus und du bist raus.

Die Sonne scheint heller.
Welch merkwürdiges Licht.
Im Kopf summt ein Propeller.
Und doch stört er mich nicht.
Ein Blick trifft das Herz.
Weckt Totes zum Leben.
Verbunden mit Schmerz
Wird es Neues ergeben?

Aus die Maus und du bist raus.

Laub raschelt im Wind beim Morgenrot.
Gedanken quälen den Verstand.
Ich liebe das Leben, ach wär ich doch tot.
Urwüchsige Kraft hat der Gefühle Aufstand.
Plötzlich ist der Tag wieder dunkel.
Der Körper zittert nackt und kalt.
Aus ist es mit dem Sternengefunkel.
Alles nur leer, modrig, krank – und alt.

Aus die Maus und du bist raus.

Zwei minus eins. Du bist allein.
Der Augenblick weiß keinen Rat.
Die Liebe ist tot. Das Leben sagt nein.
Du verstehst nur noch eine Tat.
Der Weg ist so einfach.
Auch der Zufall ist günstig.
Du gibst nur den Gefühlen nach.
Das Ergebnis – endgültig.

Aus die Maus und du bist raus.